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von innen

Spielen wir eine Runde

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Jetzt hab ich wieder mal einen dieser Momente – bitte mehr davon!
Ich komme gerade aus meiner Supervisionsstunde und höre mich dort immer wunderbar selbst sprechen. Und dort passiert es, dass etwas aus mir plaudert, ruhig aber konstant wie ein Wasserfall. Kaum Pausen, kaum Unterbrechungen und unaufhörlich. Der Unterschied zum Alltag ist, dass ich hier rein komme, rede und trotzdem etwas in mir sich ganz aufmerksam zuhört – manchmal erstaunt, dann verwundert und ab und zu auch mal nachfragend.

Heute war ich wie so oft erstaunt wie schnell 60 Minuten verstreichen. Und diesmal war ich erstmals seit langem etwas belustigt von meinem „Mich-Selbst-Hören“. In den letzten Monaten sind viele Dinge passiert, die mich, von irritiert bis zu erschüttert, über verwundert und auch manches erfreut, gestimmt haben. Aber im Verhältnis zu dem halben Jahr davor – ist doch sehr vieles passiert, das meine kleine Welt wieder mal deftig erschüttert hat. Ich lerne langsam mit diesen kleinen Erdbeben umzugehen – diesmal hatte ich nur gar nicht damit gerechnet. Egal – mein Weg hat halt eine kleine Kurve gemacht.
Jetzt, nach dieser Stunde, denke ich mir trotz alle dem: na und? Das war nur eine von vielen Vorführung vom Theaterstück ‚Mein Leben‘. Nicht alles können Komödien sein – und ganz ehrlich: ich steh ja gar nicht auf Komödien. Ich liebe Humor aber bitte keine seichten, einfach um des Lachens willen. Es darf gelacht werden – ja – aber bitte nicht erzwungen.
Ich liebe Filme mit Gewicht – keine die mich am Ende beschweren, aber solche die mich anstupsen, anrühren, berühren und auch gern mal zum Lachen bringen. Also darf ich mich nicht wundern, dass meine Theaterstücke Leben keine seichten Komödien a la Hollywood sind. Aber heute seh ich das Leben, diese Bühne als großes Spielfeld. Und ich bin die Regisseurin.

Manchmal glaubte ich wohl, ich muss eine kleine Kampfszene einbauen, um am Ende etwas zu gewinnen. Blödsinn! Ich darf einfach so bekommen. Ich muss aber nicht alles annehmen. Wie oft habe ich schon Dinge und Situationen angenommen, im Glauben, dass nichts Besseres mehr kommt. Wie soll auch etwas Besseres kommen, wenn ich mich mit halben Sachen zufrieden gebe? Auf! Raus! Raus ins Leben und Mut bitte!

Ich darf wünschen – und zwar richtig! Volles Programm! Halbe Programme hab ich schon ausreichend versucht zu vervollständigen und mich am Ende gewundert wieso es trotzdem nicht geklappt hat. Ich will damit nicht sagen, ich darf bekommen und brauche nichts dazu tun. Ich reflektiere schon sehr genau was mein Beitrag aufs Konto ist und ich gebe gerne. Ich gebe zu, oft gab ich nur Teile von mir. Vor Jahren aus Selbstschutz, aus der Angst heraus am Ende verletzt da zu stehen. Später dann gab ich auch noch nicht alles weil ich dachte, ein Anteil davon ist schon mehr, als alle anderen geben können. Jetzt möchte ich nur mehr ganz geben oder es ganz sein lassen. Ich zahle ja die Kinokarte auch nicht halb weil ich mir denke, falls ich raus geh früher als gedacht, habe ich weniger verloren.
Also Leute – voll ran an eure Wünsche. Nur bitte Achtung mit fixen Erwartungen. Erwartungen sind Fixierungen, die mit ziemlicher Sicherheit nicht dem entsprechen, was entstehen kann/wird.

Ich wünsche mir immer mehr, die Tage wie den heutigen zu sehen: einen, wo alles möglich ist. Ich möchte jeden Tag meinen vollen Einsatz spielen und alles annehmen was kommt und wissen – alles ist ein Teil meines Theaterstücks Leben. Was mir nicht gefällt, kann ich für die nächste Aufführung neu proben.

Have a good day and stay playful.:)

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